Part 2 – Das erste Kennenlernen

Unsere weitere Reise führte uns ins wunderschöne Donaudelta, genauer gesagt nach Murighiol. Da wir auf unserem Zeltplatz keine Feuerstelle errichten durften, suchten wir uns ein schönes Plätzchen um unserer Abendessen zu kredenzen. Wir wurden fündig an einem nahe gelegenen See. Kaum hatten wir  am Ufer alle Kochutensilien ausgeladen, kamen schon zwei schüchterne und demütige „Seehunde“ auf uns zu. In respektvollem Abstand schauten sie uns zu, was wir dort alles so anstellten. Die Kochgerüche liessen sie immer näher auf uns zu kommen. Da standen sie nun eine wunderschöne, schwarze, langhaarige Hündin und ihr weißer jugendlicher Begleiter und versuchten uns unser Abendessen abzuluchsen. Nach unserem gemeinsamen Mahl legten sich beide zu uns auf die Decke und liessen sich stundenlang streicheln. Während wir unser Auto wieder beluden, trotteten beide in die Dunkelheit davon.

 

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Die naechsten zwei Tage erfreuten wir uns am Tag ueber die Vielfalt der Vogelwelt des Donaudeltas und paddelten durch die engen Wasserstrassen. Die Abende verbrachten wir bei den Streunern am See. Sie fingen an uns mehr zu vertrauen, bettelten vehementer um Leckerlies. Ab und zu gesellte sich ein weiterer Hund dazu. Dann hiess es Abschied nehmen, unsere Reise fuehrte uns weiter. Ich hatte die beiden schon sehr in mein Herz geschlossen, so dass es mir nicht leicht fiel Goodbye zu sagen. Aber sie hatten es eigentlich ganz gut an ihrem See, waren nicht extrem unterernaehrt und liebten ihre Freiheit. Als sie unserem Auto dann aber hunderte von Metern hinterherliefen, rollten meine Traenen.

 

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Anschliessend fuhren wir mit einer Faehre an die Landzunge, wo die Donau ins schwarze Meer muendet. Dort verbrachten wir zwei, drei entspannte Tage am Meer in einer gemuetlichen Umgebung. Da hier keine Pkw’s durch die Strassen fahren durften, konnten wir hier erneut die Idylle und Verklaertheit der Landes geniessen. Den Streunern schien es hier besser zu gehen und sie wurden von den Gaesten und dem Personal der Restaurants gefuettert. Allerdings wollten mir die beiden Fellnasen vom See nicht aus dem Kopf gehen.

 

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Auf dem Rueckweg konnte ich meinen Freund davon ueberzeugen einen kleinen Umweg ueber „unseren See“ zu machen. Ich wollte meine beiden Streuner noch einmal sehen. Als wir am See ankamen, rannten sich gleich auf uns zu. Da war nun ein weiterer Ruede in diesem Rudel, der den Maskenhund (so hatten wir den weissen Rueden zwischenzeitlich genannt) versucht hat zu verscheuchen. Unser Maskenhund hatte dann versucht bei uns Schutz zu suchen, er sprang sogar auf die Ruecksitzbank als sein sicheres Versteck. Wir nahmen uns 3 h Zeit um noch einmal ausgiebig zu kuscheln, die Fellnasen zu fuettern und dann hiess es endgueltig Tschuess zu sagen. Ich brauche nicht zu erwaehnen, wie unglaublich schwer es mir fiel und wieviele Traenen flossen. Aber zuhause wartete eine kleine verwoehnte Fellnase, von der wir wussten, dass sie niemals andere Hunde neben sich dulden wuerde. Und ausserdem hatten wir nur ein kleines Haeuschen zur Miete, wo es auf Dauer mit drei Hunden zu klein werden wuerde. Und so fuehrte uns unser Weg weiter Richtung Bukarest.

 

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