Part 10 – Eine Riesenüberraschung kommt auf uns zu oder „Sieben auf einen Streich“

Die nächsten Wochen gingen die drei Fellnasen eifrig in die Schule und so langsam klappte das Zusammenleben von Tag zu Tag besser und die Beziehung zwischen den beiden Rüden (Henry und Snoopy) entspannte sich zunehmend. Durch das regelmässige Füttern nahmen die beiden Rumänen langsam an Gewicht zu.
Vor allem Leika wurde von Tag zu Tag dicker. Irgendwann konnten wir es nicht mehr ignorieren – die Leika war nicht alleine aus dem Donaudelta gekommen. Sie hatte in ihrem Bauch noch den ein oder anderen winzigen Vierbeiner mitgebracht. Uns wurde so langsam bewusst, was uns demnächst erwarten würde. Damit hatte sich die Familiensuche für Leika und Henry erst einmal erledigt. Diese Suche würden wir gegebenfalls in ein paar Monaten wieder aufnehmen, nachdem die Welpen flügge geworden und zu ihren eigenen Familien gezogen sind.

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Bei uns brach Panik aus. In unserem Häuschen war es ja schon zu eng für drei Hunde. Wie sollte es erst werden, wenn dann noch Welpen dazukommen würden. Ausserdem stand der Winter vor der Tür. Würden wir überhaupt eine Chance haben für die Welpen ein Zuhause zu finden oder haben wir am Ende (3 + x) Fellnasen. Ist Leika eine gute Mama und v.a. wie reagiert sie dann auf uns? Wird sie vielleicht aggressiv? Wie werden die Rüden reagieren? Werden wir am Ende überhaupt unser Zuhause wiedererkennen oder wird es vollständig zerlegt werden. Wir hatten ja eher ein modernes, hunde- bzw. welpenunpraktisches Haus. Aber die alles entscheidende Frage: wann wurde Leika gedeckt und wann ist der zukünftige Geburtstermin? Und nicht zu vergessen, wer aus dem Rudel des Donaudeltas war der Vater? Henry? Der alte Schäferhundrüde? Wuschel? Schiefzahn schlossen wir aufgrund seiner Grösse als möglichen Kandidaten aus. Oder hatten wir den Papa gar nicht kennengelernt?

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Die Tage schritten voran. Leikas Bauch nahm von Tag zu Tag an Umfang zu. Wir wurden immer unruhiger und befürchteten, dass demnächst ein Riesenrudel ihren Bauch verlassen würde. Zu dem panischen Gefühl mischte sich auch Vorfreude. In meiner Kindheit war ich bei mehreren Geburten dabei, hatte nächtelang bei den Hündinnen gesessen, Geburtshelfer gespielt. Ich freute mich schon auf den Geruch der Welpen, auf das leise Gefiepe, den Moment indem sie die Augen öffnen würden und und und ….
Wir unglaublich toll war es, als wir unsere Hand auf Leikas Bauch legten und die Tritte der Welpen verspürten. Nur bei dem Gedanken daran, läuft mir wieder ein Schauer über den Rücken.
In der Zwischenzeit bereiteten wir alles für die Geburt vor. Wir bauten eine Welpenkiste. Legten Tücher, Faden, Kompressen und eine sterile Schere parat.
So langsam kamen wir zeitlich in die Nähe unseres ersten Kennenlernens (Geburtstermin ausrechnend). Uns war bewusst, dass es nun wirklich bald losgehen musste. Die Leika konnte sich kaum noch bewegen. Aus ihr war eine richtige Kugel geworden. Jeder Meter war zwischenzeitlich für sie zur Belastung geworden.

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Am 11.11.2013 machte ich früher auf Arbeit Schluss und kam schon gegen 17.00 Uhr daheim an. Ich merkte sofort, dass mit Leika etwas nicht stimmte. Sie lief unruhig im Haus umher, ihr Nestbau war ausgeprägter als sonst, sie zickte die Jungs an und suchte menschliche Nähe. Ich bereitete mich  auf einen langen Abend vor. Leika und ich beschlossen nicht mit auf Gassirunde zu gehen, sondern kurz den Garten aufzusuchen. Diese Entscheidung stellte sich im nachhinein als sehr schlau heraus. Kaum hatten die Jungs das Haus verlassen, kam es zur ersten Wehe. Ohh, wie war ich aufgeregt. Ich setzte mich vorsichtig zu Leika und schaute wie sie reagieren würde, ob sie meine Nähe wollte oder doch lieber die Einsamkeit suchte. Aber Leika war sehr unsicher und ängstlich und schmiegte sich an mich. Sie brauchte Körperkontakt und Kuscheleinheiten. Die Wehen kamen in immer kürzeren Abständen.
Pünktlich mit der Rückkehr der Jungs kam der erste Welpe auf die Welt. Leika wurde professionell, nabelte den kleinen Jungen ab, leckte ihm die Schnauze aus und lenkte ihn zur „Milchbar“. Der erste Welpe war schwarz und war ein richtiger Wonneproppen. Uns kamen die Tränen, als wir das erste Fiepen vernahmen.

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Die Rüden (Henry und Snoopy) waren sehr neugierig, hielten aber einen respektvollen Abstand. In den nächsten zwei Stunden kamen noch zwei weitere schwarze Welpen zu Welt. Leika machte alles sehr souverän und brauchte unsere Hilfe gar nicht. Aber sobald ich aufstehen wollte, wurde Leika unruhig und liess mich nicht weggehen.
Nach der Geburt der drei Welpen entstand eine lange Pause von mindestens drei Stunden. Leikas Bauch war mittlerweile wieder weich und nahm normale Dimensionen an. Wir freuten uns bereits, dass es nur drei Welpen geworden waren.

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Allerdings währte die Freude nicht allzu lange. Nach drei Stunden bekam Leika erneut Wehen und gebar im Stundenabstand vier weitere schwarze Welpen.
Sieben auf einen Streich!

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Alle sieben Welpen waren schwarz und wohlauf. Fünf Rüden und zwei Hündinnen. Allerdings waren sie unterschiedlich gross.
Leika hatte sich grossartig geschlagen, wir waren sehr stolz auf sie. Da lag sie nun mit erschöpften, allerdings strahlenden Augen und säugte sieben hungrige, total süsse Mäuler.
Als Leika kurz in den Garten musste, schauten die Rüden sich  die Welpen an. Sie waren sehr vorsichtig, selbst unser Flummi Snoopy nahm sich total zurück. Als Leika sah, dass sich die Jungs ihren Kindern näherten, stürmte sie heran und zeigte den beiden, was sie davon hielt. Ab diesem Zeitpunkt machten die Jungs einen Riesenbogen um die Welpenbox.

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Die Nacht verbrachte ich neben der Mama und ihren Kindern und träumte von der kommenden Zeit mit der Rasselbande….

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2 Kommentare zu “Part 10 – Eine Riesenüberraschung kommt auf uns zu oder „Sieben auf einen Streich“”

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