Part 6 – Vom Donaudelta nach Timisoara

Nach einer überraschend entspannten Nacht wurde es mit den ersten morgendlichen Sonnenstrahlen sehr unruhig im Zelt. Die beiden Fellnasen haben versucht eine Lücke im Zelt zu finden. Also beschlossen wir frühzeitig aufzustehen. Die Gassirunde wurde ziemlich schwierig, beide Hunde bockten sofort auf. Mit sehr viel Geduld konnten wir die beiden dann bewegen doch ein wenig mit uns spazieren zu gehen. Glücklicherweise kam bei beiden sofort die Verdauung in Fahrt und es wurde eine richtige Gassirunde 😉

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Während wir das Zelt abbauten, wurden die Hundis immer nervöser, weinten, jammerten und versuchten sich loszureißen. In dieser Situation kamen mir wieder Zweifel, ob wir das Richtige machten. Ihr Futter wurde nicht angerührt, nicht einmal Fleisch konnte sie überzeugen was zu fressen.

Als wir Losfahren wollten, wurde es extrem schwierig. Henry liess sich überhaupt nicht ins Auto heben. Locken funktionierte auch nicht. Also versuchten wir Leika zuerst ins Auto zu buxieren. Mit viel Mühe klappte es dann. Henry, der sehr auf Leika fixiert war, konnten wir nun doch endlich überzeugen ins Auto einzusteigen. Ich setzte mich zwischen beide auf die Rücksitzbank. Nach wenigen Meter zeigte sich bei Leika das bekannte Bild: Zittern, Hecheln, durch Panik erweitere Pupillen und ein durchgehender Speichelfluss auf meine Hose. Henry liess sich von Leikas Unruhe anstecken ….

Wir beschlossen sehr langsam zu fahren und alle 50 km anzuhalten um mit den beiden eine Gassirunde zu gehen.

Während die Autofahrt immer anstrengender für die beiden wurde, wurden die Gassirunden immer entspannter. Sie hatten es langsam verstanden, dass die Leinen auch mal auf Zug sein konnten, ohne gleich in Panik zu verfallen. Sie fanden ihre Umgebung wieder spannend und schüffelten am Wegesrand. Und sie fingen langsam an uns zu vertrauen und liessen sich von uns locken.

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Unser Tagesziel war der Vulcanii Noroiosi, eine Vulkanlandschaft in Berca bei Buzau. Überraschenderweise konnten wir direkt am Eingang zur Vulkanlandschaft zelten und durften die Fellnasen mitnehmen.
Wir schauten uns mit den Hunden die Vulkane an. Sie waren sehr neugierig, wegen dem Blubbern.

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Als unser Zelt aufgebaut war, wollte sich ein ortsansässiger Strassenhund zu uns gesellen. Henry verscheuchte ihn aber.
Abends rührten die beiden erneut ihr Futter nicht an.

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Der nächste Tag verlief ähnlich wie der vorherige. Morgens waren die beiden Nasen sehr unruhig, ihr Futter rührten sie nicht an. Die Fahrt war gruselig und die Spaziergänge machten immer mehr Spass, da wir kleine Fortschritte machten. Heute wollten wir bis kurz vor Timisoara fahren. Wir fanden keinen kleinen süssen Zeltplatz, der von einem holländischen Pärchen geführt wurde. Auch hier durften wir die beiden Hunde mitnehmen. Direkt am Zeltplatz war ein Fluss, der Henry dazu verlockte mal kurz planschen zu gehen.

 

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Das Hundefutter wurde erneut nicht gefressen. So langsam machte ich mir Sorgen. Während wir unser gekochtes Süppchen verspeisten, klaute uns Leika unser Toastbrot und verschlang es gierig. Wir waren erstaunt und versuchten auch Henry mit dem Toastbrot zu füttern. Beide verschlangen geradewegs das Brot. Uns wurde bewusst, dass Toastbrot wohl eines ihrer Hauptnahrungsmittel war. Ab sofort wussten wir, wie wir die beiden Nasen satt bekamen.

Auch heute Abend schlich ein Streuner um unser Zelt. Während Leika versuchte ihn zu uns zu locken, verscheuchte Henry ihn. So wurde der Abend und die Nacht sehr unruhig.

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